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An de Woterkant

Nachdem ich von Stränden wie dem in Schönhagen eher enttäuscht war (explizit der wurde mir als der Strand überhaupt angepriesen, und man beschwor mich, dorthin zu fahren …), setzte ich meine Strandentdeckungsexkursion wie schon erwähnt auf Angelner Seite der Ostsee fort.
Von hinten nach vorn quasi.
Sackgassen auf vordäneländisch. Da wo es nicht mehr weiter geht, ist hier nicht etwa Ende. Wenn man denn ein Amphicar sein Eigen nennt. Wenn nicht muss man bis an die Wasserkante fahren und umsteigen.

Steinberghaff, oder: Griechenland für Arme.

Das mit der Sackgasse wiederholt sich nur eine Querstraße … äh, ein Kaff weiter. Ohrfeldhaff. Wo die Straße aufhört, fängt der Steg an. Passt.


Nächster Halt war Wackerballig und ich befand mich in einer anderen Temperaturzone. Fuhr ich bis hierher ‚oben ohne‘, war ich nach diesem Strandbesuch satt. Scheiße, war das kalt und windig. Komischerweise nur dort und das erklärt, warum hier falsch herum Fallschirm geflogen wird.
Ziemlich cooler Sport, die Jungs hatten offensichtlich ihren Spaß, und ich überlegte kurz, was so eine Ausrüstung wohl kosten mag …

… aber auch das ist Wackerballig Strand:

Kurzer Abstecher in die Geltinger Birk. Dort war es zwar nur noch leicht windig, aber ich war durchgefroren und blieb darum ich nur kurz … Ich wollte ja ohnehin Strände erkunden, und keine Naturschutzgebiete. Apropos. Die Geltinger Birk ist ein Förderprojekt der Europäischen Union. Zu recht, wie ich finde.

Nächster Halt: Falshöft. Dort findet man den Hundestrand. Toll … mag man denken, aber der Strand ist dermaßen steinig, dass selbst Hunde da nicht ins Wasser gehen mögen.
Immer nett anzusehen aber ist der Leuchtturm. Ich mag Leuchttürme. Sie sind und bleiben für mich ein Symbol von Freiheit …


In Falshöft bin ich öfter. Geht man vom Hausstrand entlang gen Norden, läuft man gute fünfzehn Minuten dorthin. Immer ein schöner Spaziergang. Einmal ging ich „außenrum“ zurück. Was keine wirklich gute Idee war. Ein Teil des Rückwegs musste ich über abgesoffene Felder laufen. Was insbesondere der Hund ätzend fand. Mimöschen, und so. Das Ganze dauerte dann auch gute zwei Stunden und der Kapitän war drauf und dran eine Vermisstenanzeige aufzugeben.

Gestern dann war ich wieder am Hausstrand. Und nein … es ist kein Privatstrand. Leider nicht, und doch sah es am 23. Juni um 15:00 dort genau wie folgt aus:

Keiner da. Außer mir. Dieser Zustand dauerte eine knappe Stunde, ehe ein Tourietrio nebst Vierbeiner auftauchten, vom schönen weißen Sandstrand schwärmten, den man vorfand, und alsbald den Hund mithilfe von Treibholzstücken ins Wasser scheuchte. Kurz war ich in Versuchung darauf hinzuweisen, dass auch hier (leider) Sommerhundeverbot besteht, aber ich bin ja bekanntermaßen eine Nette.

Wenn dann noch die Sonne über dem Gut wie folgt untergeht …

… ich schwöre: Zu realisieren, dass das alles jeden Tag da ist und auch da bleiben wird … ich kann es noch nicht festmachen, das Gefühl derzeit. Entweder lebe ich im Dauerurlaubmodus, oder ich entwickle tatsächlich ein Gefühl von Heimat. Wahrscheinlich ist es noch irgendwas dazwischen … und so bleibt am Ende nur noch eines zu sagen: