Schlagwort-Archive: Sandkoppel

Krieg und Frieden

Nicht nur, dass man das ehemalige Bundeswehrgelände in Olpeniz nun geldbringend nutzen will und wird, da lese ich gestern, dass in Nieby ein Feriendorf der Luxusklasse entstehen soll. Wie das eben entstehende Olpenitzresort, so ist auch die Sandkoppel ein Stückchen Land, das vorher der Bundeswehr gehörte. 24 mit Reet gedeckte Häuser im Angeliter Stil sollen in Nieby entstehen. Nieby liegt quasi in unmittebarer Nachbarschaft zum Kapitän, und er wird sich sicher über noch mehr vorbeifahrende Radler freuen, die ihm ins Allerheiligste schauen. Irgendwas ist bekanntlich immer, wie die Sache mit dem Nachbarn und den Pfauen. Die Tiere muss der Nachbar auch als Gott gegeben hinnehmen (was er nicht wahrhaben will), aber manchmal … Neulich saß ich auf der Terrasse und schälte Möhren, als ich ein lautes „Guck mal da!“ hörte, darum aufschaute und zwei Damen (um die Fünzig+ und damit gute zehn Jahre älter als ich) in einem offenen Cabrio im Schritttempo auf mich zukommen sah. Eine von ihnen zeigte mit dem nackten Finger direkt auf mich. Hah! Jane Blond als Touristenattraktion; nach dem Motto: „Ist das draußen kochende Mütterchen nicht herzallerliebst?“ Was mich dazu bringt, ernsthaft zu überlegen, ob ich nicht doch wieder etwas gegen das (sich mittlerweile in der Überzahl befindende) weiße Haar unternehmen sollte. Egal, denn dem Nummernschild nach, brachten die Damen 400km hinter sich, nur um mich zu bestaunen. Wer wird sich da also beschweren wollen?!

Wir in Angeln (Schwansen) können nichts, außer aus Bundeswehr Tourismus machen. Macht aber nichts, denn dafür leben wir dort, wo andere (in Bälde) richtig teuer Urlaub machen. Denn glaubt man dem Zeitungsartikel, wird die Sandkoppel nichts für Schnäppchenjäger. Ach ne?!