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Home sweet home

Naja. Nicht wirklich Zuhause, sondern dreihundert Meter weiter, hinterm Hausstrand, in Falshöft.
Auf die Gefahr hin, die Leserschaft mit Strandfotos irgendwann zu nerven. Dieser Fotoeintrag erfolgt auf Wunsch eines einzelnen Herrn.

Die Saison ist zwar offiziell noch nicht ganz zu Ende, aber die leeren Strände sind Vorboten der einkehrenden Ruhe. Das ist gut so.
Der Geruch von Algen und Brackwasser liegt schwer in der Luft. Ab und an weht einem eine Prise Kamille in dir Nase. Die Lippen schmecken nach Salz, wie nur im Herbst nach Salz schmecken.
Irgendwer hat ein Paar Kinderschuhe vergessen. Die Besitzer werden schon abgereist sein. Stumme Zeugen von viel zu viel Trouble.
Der Hund ist glücklich seine Strände wiederzuhaben.
Ich auch.

Dat ierste Geboot un de Sook mit’de Götzenanbeedung

Loefer Gott.
Ick weet, wi het uns oewig nich unnerhoolen hat, aver ick hew dor grod en Anleegen.
Ick hoop, dat di dat nich to larg bedröppelt, as heel Düütschland nu gegen dien ierstes Geboot vorstööt. Götzenanbeedung is de Tooge ünvermiedbor. Un ick hoop, ju nümmst dat de Mario nich övel, dat he bi uns im Land grod mihr Fans hat, as ju. Ick meen, dat is en jung Bagalud, lutt em den Spooß.
Mien Dank för dien tohörn, diene Jane Blond.

Drei Dinge.
Ich habe den Titel keinem mehr gegönnt, als dem Klose und dem Löw. Strike!
Ich hätte dem Özil so sehr ein Tor gegönnt, denn der ist besser, als böse Zungen behaupten. Schade.
Und Nummer drei: Wenn nur der Mister das gestern noch hätte erleben können. Aber wenn es ein danach gibt, weiß ich, wer gerade breitgrinsend auf seiner Wolke sitzt.

Und damit Ende mit dem Fußballgesabbel.

Apropos schamen

Ne, ick hew mi nich wohrhaftig schamt hat. Aver no dem veerten Tor, hew ick bi jeedem wiederen Tor een Flunsch trocken, man het mien künn, ick bin Brosilioner. Ne, wat ist dat för ne Demontage wes wen. Se het mi leed don, de Annern.
Wat aver wohrhaftig drunsig wes wen is, is der Béla Réthy. Ick kunn em nich lieden. Ick kunn em nich schnacken hörn.
Wat ick daarto Sünn finn, is, dat de den lüdden Lahm biem Süng allewei siestbi den grooden Neuer stelln. Mut uck nie sien. Is uck demütigend. Wieder froog ick mi, as Oli Kahn keene Frünn hat. So´n beropen Kerl un keene Frünn. As doch, sünn dat Falsche, sünst het em irgeneen jüst vertellt hem mütt, dat Mannslüd mit gefarvte Hoor kacke utsein. Apropos Oli Kahn. Is de tofällig de klammliesen Broder vün Heino? Ick meen, sett em mol ne Sünnbrill up.

Fördach hew ick dat Speel nich ankeeken hat. Ick bün inschloppen.
Oorgentinien … hew ick hüüt fröh lesn hat. De Kaptein sächt, dat dat beeter is.
Mi is dat eens. Uter, de Réthy schiet wedder Kloog.

Dummtüch sabbeln kunn jedereen …

… winn nich.

So. Da hew de fördach speelt, unse Jungs. Ick hew dat wohl seen hat, froog mi nu aver, as ick dat sölbige Speel seen hew, as de, vun de Tiedung.
Dor hew ick läsen hat, dat de Neuer de Best wes wen is. Jo. Dor heff ick nu nix to nöölen. Is uck klor.
Wat de nu aver allmitnanner am Mertesacker`schen Jung rum to nöölen hew … Ass ick fördach dat Interview mit em ankeeken hew, hew ick applaudiert hat. Hew ick!
Bloot dormit, dat dat mol sächt worn is: Dat geit um Football un nich dorüm, wer vun de Jungs de scheunste Putz hat. Football mutt nich scheun sien – nich up’n Kopp un uck nich up`n Platz -, sonnern effektiv un wer de meesten Tore scheet, de winnt. Dat schull uk en Ballack weeten. Wat de to nöölen hat, stünd hüüt uck in`ne Tiedung bin. Sabbelmurs, de Olle. Ick säch daarto: Wat en Kahn dörf, un wat het de allewei rumbölkt hat, dörf en Mertesacker uck. So!

Nu is dat sowiet

Vün Austmaand an, gifft dat an sössuntwintig Schooln in Sleswig-Holsteen Plattdütsch för de Kinners. För de ganz Lüdden. Twee Stünn in de Week mutt de Lüdden denn ran, an de scheunste Sprook de Welt.

Jane Blond sächt daarto: Dat Beste an’n Nöörn is unse Sprook!

De Acht, de Neegen un de wilde Dörtein

De Özil is op`n Platz as de Nummer Acht eene falsche Neegen wes wen. Eene echte Neegen hett nich mitspeelt hett, ün as Schürrle denn mit´de Neegen op`n Rüüch gegen de Acht utwesselt worn is, iss`er weder eene echte, no` eene falsche Neegen wes` wen. Oder wat?

„Wir müssen ein frühes Tor machen, egal wann“, hett de Mehmet uk nau vör dem Speel sächt hett.

Jane Blond sächt daarto: Dat Beste an`n Football, sün unse Fröheren as Co-Moderatoren.
Aver een Fraag bleevt för mi open. Wat schall dat Gesabbel vun de wilde Dörtein, as bloß ölben mitspeelt hett, un wat hat de Augsburger Poppenspeeler dormit to don?