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Dinge, über die – aus gutem Grund – nicht geredet wird.

Manchmal zumindest, wünschte ich, ich wäre etwas mehr wie Alitsche S. dem Feminismus zugetan und ich könnte Beinhaar mit Stolz tragen.
Gibt es eigentlich die Möglichkeit, Braun wegen falscher Versprechungen zu verklagen?
„… für eine besonders sanfte Epilation …“ lautete irgendwann mal die Werbung für meinen Braun. Man kann ja über Definitionen streiten, sicher. Aber beim Adjektiv „sanft“ erwarte zumindest ich, nicht den Rest des Tages auszusehen zu müssen, wie eine Mischung aus gebrühtem Schwein und gerupfter Gans.
Ich kam gestern, wie so oft schon, in Versuchung, das zu fotografieren, was keiner sehen will.
Ich habe es nicht fotografiert.
Es soll ja Frauen geben, die sich sogar die Achseln epilieren, statt sie zu rasieren. Ich kriege allein bei dem Gedanken daran einen Krampf im Beißmuskel.
Und was jetzt kommt, ist echt eklig. Also nicht weiterlesen, wer es nicht verträgt.
Eines der Haare muss eingewachsen gewesen sein. Ich fuhr über meine feuerrote Gänsehaut, um zu schauen, ob noch irgendwo Stoppeln sind. Ein Haar lugte auf meinem Schienbein hervor. Länger, als die Stoppeln zuvor, die frau eben wachsen lassen muss, damit die rotierenden Pinzetten was zum Greifen haben. Ich zupfte an diesem einen Haar und es wurde länger und länger. Ganze drei Zentimeter!
Ich war – nach kurzem Sinnieren – wieder versöhnt mit meinem Braun. Denn diese Verbildlichung, dass Beinhaare nicht aufhören zu wachsen, wenn man nichts dagegen tut, die ist schon obereklig.
Wie der ganze Eintrag hier.