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Vordäneländische Luxusproblemchen

Ich bin bekennender Fremdsprachenlegastheniker. Fremdsprachen waren mir schon immer ein Gräuel. Bei dem bloßen Gedanken an französisch bekomme ich Hautausschlag, Herpes und Fußpilz. Englisch? Ich kann es lesen und verstehe Gehörtes, aber sprechen? Will meinen: Ich schlag mich durch, wenn es denn sein muss. Mit Händen und Füßen, wo Vokabeln in Vergessenheit geraten sind.
In Spanien habe ich mal Hühnerbrust und Schweinenackensteak bestellen müssen. Man darf sich ausmalen wie.
Oder der französische Bäcker meines Vertrauens. Nachdem er mich sehr bald wiedererkannte (ich musste mich nur drei Mal zum Deppen machen), reichte  glücklicherweise ein leises, gen Boden geflüstertes „Oui“, wenn er bei meinem Anblick fragte: „Deux Café au lait, un Croissant au chocolat?“ Oder so ähnlich. Egal, ich bin ihm jedenfalls bis heute dankbar für sein Erinnern.
Ja doch, Plattdeutsch ist auch eine echte eigene Sprache, aber das ist etwas anderes. Die Sache mit der Muttermilch und so.
Warum komme ich nun also auf den Gedanken, das Dänische zu erlernen, wäre keine so ganz dumme Idee? Weil ich hier täglich ebenso vielen Däneländern begegne (da müssen derzeit wieder Hände und Füße herhalten), wie platt schnackenden Bauersfrauen. Was Grund genug sein sollte.