Archiv der Kategorie: Dazwischengeworfenes

Achtung: Buchwerbung

Ich war lange hier! Noch bevor es die Menschen gab. Lange bevor sie versuchten, mich zu kultivieren und zu erobern. Ich wurde verehrt, geheiligt und entweiht. Ich kann Leben schenken und auch Leben nehmen. Ich wurde angebetet und zum Teufel gejagt. Opfer wurden mir dargebracht und Geheimnisse in mir versteckt. Ich war ein Ort des Anfangs und ein Ort des Endes. Was nie wieder auftauchen sollte, wurde mir anvertraut. Mit Gewalt wurden mir Geheimnisse entrissen; die Meisten aber konnte ich bewahren.

Ich bin die Welt in der Welt und bewahre für die Menschen Neugier und die Fähigkeit sich zu wundern. Doch der hat sich im Laufe der Jahrhunderte an mich gewöhnt. Sie haben den Respekt vor mir verloren, und doch bin ich der Ort von Furcht und ängstlichen Träumen. Die Menschen ahnen es, doch ich weiß es. Immer näher rücken die Menschen mir. Doch wirklich erfassen können sie mich nie. Ich bin der Bewahrer von Mythen, Geheimnissen und Schätzen. Ich erzähle die wahren Geschichten.

Es ist an der Zeit die Ohren zu spitzen und sich umzusehen. Zeit für neue Geschichten.

So fein, so dicht, so bildhaft, so grausam. und ein Hauch Mystik.
So einfach kann man eigentlich das neue Buch des Kapitäns zusammenfassen. Ich weiß gar nicht, wie oft ich es bis jetzt gelesen habe. 10 – 20 Mal waren es wohl, und die Gänsehaut beim Lesen wird nicht weniger. Das ist auch ein Bisschen mein Thema: der Zweite Weltkrieg, Neonazis, Fremdenhass. Verwoben in eine Familiengeschichte. Man kann den Dreck riechen, den er beschreibt und das Elend fühlen.
Keine leichte Kost, aber leicht schreiben kann er halt nicht, der Kapitän. Blödeln ist eher mein Metier.
Auch wenn ich hier vielleicht als befangen gelte … darum halte ich mich auch kurz: Der Roman ist genial und geht nicht nur unter die Haut. Er schlägt auf den Magen und macht die Brust eng.
Wenn ihr Bock auf sowas habt -> Glutwächter
Es lohnt sich wirklich. Heiliges Indianerehrenwort!

Lächeln to go

Gratis, oder der Kreislauf von Freundlichkeit.
Einer Dame, die durch eine Chemo alle Haare verlor, gezeigt, wie man Kopftücher flott bindet.
Dem älteren Ehepaar, das im Laden war um „irgendwas vom Strand“ zu kaufen und es dann den Enkeln zu schicken, ein Paar Hühnergötter aus meiner Jackentasche geschenkt.
Dafür bekommen: „Danke für Ihre liebevolle Beratung“ und glückliches Lächeln.
*hach*

Ja ne, ist klar!

Gegen Homosexualität, pro Familie – Mutter, Vater, drei Kinder, und möglichst die Unscheidbarkeit der Ehe. Nein, wir sind nicht bei der AfD, die ja Ähnliches für uns möchte, sondern bei ihrem Freund.
Das, so hieß es in den Nachrichten, sei das, was Russland gerne hätte. Das stünde in dem gleichen Zusammenhang, der das Gesetz – das ermöglichte, dass Täter zu zwei Jahren Haft verurteilt werden konnten – zurückstufte und häusliche Gewalt nurmehr mit einem Ordnungsgeld bis zu 500,-€ geahndet wird. Nur drei Gegenstimmen gab hierzu es im Parlament. Ich habe nun nicht mitbekommen, wie viele Frauen und Kinder in Russland laut Statistik misshandelt werden, wohl aber, dass es hier jährlich 14.000 (in Worten) vierzehntausend (!!!) Todesfälle gibt; durch häusliche Gewalt. Was gut alle vierzig Minuten eine totgeprügelte Frau bedeutet. Was hingenommen wird. Was man nun sogar mit einem Freifahrtschein belohnt wird.
Willkommen im Gestern und beim „klassischen“ Familienbild mit seinen festgelegten Rollen.
Ein Artikel hierzu aus der Zeit.
Ich bin fassungslos.
Dabei wollte ich eigentlich vom Strandspaziergang erzählen, und dem schissigen Hund, der nicht mehr laufen wollte, weil plötzlich irgendwo draußen auf dem Wasser wieder Übungsmanöver – von denen ich dachte, sie seien vorbei, weil seit Stunden Ruhe war – stattfanden, und er die Salven ebenso doof findet, wie Gewitter oder Silvesterböllerei … und wie er die Steilküste versuchte hoch zu fliehen – was definitiv unmöglich ist -, und nun sauer auf mich ist, weil ich ihn nicht gerettet hab und so. Sorry, Hund. Ich konnte die fünf Kilometer zurück zum Auto nicht in drei Sekunden überbrücken und deine Gedanken, es könnte die Steilküste hoch weniger laut sein … erklär das mal einem hysterischen Vierbeiner.

Damit wäre Weihnachten dann auch wirklich gegessen

„13,03 €uro Nachzoll bekomme ich von dir“, sagte die Lieblingspostschaltertante, nachdem sie meinen Paketabholschein begutachtet hatte. Hätte ich da schon gewusst, was ich dafür bekommen sollte; der Zehner hätte nicht so arg an den Fingern geklebt.
2,2. In Worten: Zwei Komma zwei.
Was? Na, Kilogramm. Macht zweiundzwanzig Mal (umgerechnet in Standardtafeln) feinste Schokoladenparadiesschokolade. Elf verschiedene Sorten. Eine herrlicher anzusehen, als die andere. Ich würde sie glatt zum Kuscheln mit ins Bett nehmen wollen, gäbe das keine so schlimme Sauerei.

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Danke lieber Weihnachtsmann.
Ich bin dann mal … ahäm … beschäftigt.