Ick freu mir grad nen Sieb an‘ Murs

Heute oder morgen sollte es kommen. Mein Weihnachtsgeschenk. Okay, mein Vorweihnachtsweihnachtsgeschenk. Denn wer Pakete entgegennimmt, muss halt auch gucken, ob darin alles heil ist, darum konnte ich mit dem Auspacken nicht bis Weihnachten warten. Das hat nuschtnix mit Neugier zu tun. Logisch, oder? Ich hatte ansatzweise eine Ahnung, was kommen würde. Da das Paket so schwer war, dass der Paketbote mich das Geschenk nicht tragen lassen wollte, war dann wirklich klar, was sich darin befand. Mein kleines Herz schlug schon vorm Auspacken so, dass das Gesicht gegenanlächeln musste, um nicht hyperventilieren zu müssen.
Böse Zungen sagen ja, man solle Männern keine Socken und Frauen keine Haushaltsgeräte schenken. Ich finde das doof. Einmal geht nichts über selbstgestrickte Socken, die ich auch an Männer gerne verschenke, zum anderen können Haushaltsgeräte auch richtig Freude bereiten. Vor allem, wenn sie deutlich älter sind als ich. So alt, wie der alte Herr.
Ich habe – wobei ich dies Jahr schon so teuer war, dass ich eigentlich davon ausging, dass Weihnachten vorbei ist – vom weltbesten Kapitän, die ultimative Küchenmaschine bekommen.
Eine mit Mix-und-rühr-und-knet-und-wolf-und-hack-und schnitzel-und-reib-und-wurstspritz-und-keksspritz-und-sonstwas-funktion. Massiv aus Guss. Alles außer dem Mixaufsatz, der ist aus Glas. Wer mich kennt, weiß, wie ich auf solche Sache abfahre.
Ich bin schockverliebt!
Die sieht nicht nur endgeil aus (und passt perfekt zu dem original Heißwasser-Übertischgerät von anno Duck, des neulich auch einziehen durfte), damit kann man Nüsse hacken – mit Schale (!) – und wenn es sein muss auch Beton mischen. Was ich äußerst praktisch finde.
Gegen meine Neue, ist die Kitchenaid ein Kinderspielzeug und der Thermomix ein besserer Handhobel. Jaha, man kann mit der Starmix nämlich auch kochen; wenn man das Glück hat, einen der raren Kochaufsätze zu bekommen. Mit Küchenmaschinen zu kochen, ist nämlich keine Erfindung von Vorwerk. Dazu gibt es auch einen Eismaschinenaufsatz, der aber auch nur recht selten zu bekommen ist. Aber auf den bin ich jetzt auch scharf.
Ich hätte mein neues Spielzeug gerne fotografiert. Aber ich muss es erst grundreinigen, auf Hochglanz polieren und ein bisschen beschmusen. Darum nur dies im Netz gefundene Werbebildchen ♥

s-l400

 

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10 Gedanken zu „Ick freu mir grad nen Sieb an‘ Murs

  1. gerritjanappel

    Starmix!!!!! Davon hatte meine Oma den Handmixer. Unkaputtbar, wie es heute so schön heißt. Und für die Küchenmaschine auf dem Werbefoto würde ich meinen Thermomix (der ohnehin schon seit über einem Jahr aussortiert ist) sofort eintauschen und notfalls auch noch einen Teil meiner Schellackplattensammlung versetzen…..

    Antwort
    1. Jane Blond Autor

      Der ist sooo cool! Ich krieg das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht. Die ist nahezu komplett. Bis auf Kochaufsatz, Eismaschine und Entsafter. Den Kochaufsatz werd ich nicht kriegen, zu rar, aber die andern beiden schnapp ich mir, so ich über sie stolpere 😀
      Ich mach die Tage mal ein Foto.

      Antwort
      1. gerritjanappel

        O ja bitte! Ich habe das Komplettpaket mal in Dortmund gesehen, als es noch das Kochbuchmuseum (das konträr zum Namen nicht nur Bücher, sondern auch Haushaltsgeräte aus über 150 Jahren in der Ausstellung hatte) im Westfalenpark gab und war davon noch begeisterter als von der Kartoffelschälmaschine mit Wasserdruckantrieb aus den 50ern.

        Antwort
        1. Jane Blond Autor

          Im Museum … Da gehört die auch hin.
          Bist du auch so ein Freak?
          Ich lieb ja auch den Heißwasserkocher. Original Sechziger aber unbenutzt und original verpackt für 50,-€. Für die Gebrauchten zahlst du locker einen Hunni sonst. Ich hab ja eh alles alt. Jetzt rüste ich auch die E-Geräte um. Schuld an der Mixerliebe hat der Kapitän. Er hat einen aus den Siebzigern gekauft. Der hat Kraft! Zack war ich infiziert.

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          1. gerritjanappel

            Ich versuche, einen guten Mix aus alt und neu hinzubekommen… Auf original gusseiserne Bräter aus der Zeit sogar noch vor dem Wirtschaftswunder habe ich ja schon mal bei mir im Blog das Hohelied gesungen.

            Den Thermomix haben wir zwar, aber wir sind dem ziemlich entwachsen. Wir kochen schon seit fast zwei Jahren wieder „richtig“ und brauchen eigentlich nur noch Küchengeräte, die das Kochen unterstützen, aber nicht nahezu vollständig übernehmen. Und ehrlich gesagt – mit dem normalen Pürierstab wird eine Cremesuppe einfach besser….

            Andererseits würde ich meine moderne Bügelstation mit dem Riesentank und dem ultraleichten Eisen niemals gegen so ein schweres Ochsentöterteil, das man alle zehn Minuten nachbefüllen muss, eintauschen.

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            1. Jane Blond Autor

              Ich hab ein pupsiges Pletteisen aus den Siebzigern. Vorher hatte ich auch eine Dampfstation. Möglich, dass mich das Freaksein so empfinden lässt, das 1,-€-Flohmarktteil bügelt klasse gg
              Die ganz alten Bügeleisen aus Gusseisen, dienen hier als Türstopper.
              Ich geh ja kaum mehr in Kaufhäuser. Supermarkt, ja. Discounter auch. Aber sonst hol ich alles vom Trödel. Das fing so harmlos an … 😉

    1. Jane Blond Autor

      Danke 🙂
      Wie Jan Gerrit schrieb. Die sind unkaputtbar. Hier mal einen Kohlestift wechseln, da man einen Keilriemen. Dann halten die ewig. Leider sind wir ja zur Wegwerfgesellschaft verkommen, und die meisten Maschinen landeten funktionstüchtig auf dem Müll :-/

      Antwort

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