Archiv für den Monat März 2016

Einmal Mittelalter und zurück

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Das absolut Beeindruckendste und Schönste, was mir bisher an Kirche unterkam. Zumindet bei uns in Deutschland: Kloster Corvey.

 

Nicht die besten Bilder, aber ich empfand es ohnehin schon fast als respektlos, in diesem Demut erzeugenden“Ambiente“ zu fotografieren. Da wollte ich nicht lange nach der passenden Einstellung suchen. Außerdem war ich nur fasziniert und glotze mir einen Wolf.
Das Bauwerk stammt wohl aus dem achten Jahrhundert. Ein karolingischer Bau. Die Einrichtung selbst dünkt mir aus dem Barock zu sein. Ich habe hier nicht richtig aufgepasst, kann mir aber nicht vorstellen, dass es im Mittelalter derart imposant zuging.
Lächelnd registierte ich, dass die dort verwendeten Farben den Meinen (ich töne die nicht nur selbst ab, wie ich es brauche, sondern mische die seit geraumer komplett selbst zusammen) gleichen, und sogar meine Art der Verarbeitung scheint der gleich zu sein, die die Restauratoren anwendeten. Etwas, dass mich ein kleines Stückchen wachsen lässt.

Oben, wo die Mönche einst studierten, lehrten und beteten, geht es weit weniger prunkvoll zu, als unten, wo die Herrschaft ihre Seele reinwaschen ließ.

 

Nichtsdestotrotz empfand ich den Teil ebenso beeindruckend. Auch wegen der ursprünglichen Wandmalereien. Oder das, was davon übrig ist.

Einfach nur ein Traum alter Baukunst und absolut zurecht Unesco Welterbe. Auch wenn ich erst dachte, ich höre falsch, als es hieß, dass man einen Euro Eintritt für die Kirche zu zahlen habe. Im Nachhinein ist das mehr als okay. Ich möchte nicht wissen, was für Unsummen die Instandhaltung verschlingt …

Schlamperei, elende!

Kurz vor der Abreise im Hotel anzurufen, macht schon Sinn. Ich wollte zwar nur die genaue Adresse (im Impressum der Website fehlt der Straßenname) erfragen, bekam aber zu hören, dass man mich angerufen haben will, um uns mitzuteilen, dass wir das Zimmer – trotz Buchungsbestätigung, doch nicht haben können. Mich hat niemand nicht angerufen. Geile Sache das, weil der Herr Kapitän schon fast da ist …
Wenigstens hat die Dame uns ein Zimmer in einem Hotel weiter besorgt.
Wenn Kurzurlaube so anfangen, können sie nur besser werden.
Bis die Tage!

Merci für alles

Da halte ich heute an der Eisdiele meines Vertrauens, der Parkplatz komplett überlaufen, und ziehe gerade den Zündschlüssel ab, als die links neben mir Parkenden wegfahren wollen. Eine giftige Bloindine Anfang zwanzig äzt mich meinen Wagen (der gute zwei bis drei Preisklassen unter dem liegt,  in dem sie Beifahrer sein durfte) an: „Na,  die hat aber komplett bescheuert geparkt.“
Gut, der Raum zwischen unseren Autos war knapp,  aber ich (!!!) stand gerade und absolut mittig in meiner Parklücke. 
Als ich Eis gegessen und Latte  getrunken hatte,  parkte rechts neben mir noch immer der schwarze Mini und auf dem Blindinenparkplatz ein extrafetter BMW, ebenso zentriert, wie mein Johann. Zwischen uns waren jetzt gute sechzig Zentimeter Freiraum.
Ich möchte mich hiermit vielmals bei meinem Leben dafür bedanken,  dass es mich Langmut lehrte,  und dass es zu nichts führt, umherätzende Luxusblindinen darauf hinzuweisen,  dass nicht ich zu blöde zum Parken bin,  sondern ihr sie chauffierender Berufssohn.
Früher hätte ich das Gör anstelle des Eises verspeist.

Ich hasse süß

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Das reinste Gruselkabinett. Bei Kindern kann ich die Faszination darüber noch verstehen. Aber mit welcher Hingabe Erwachsene sich darüber freuen können, wenn ein Plüschtier ihnen den Papageien macht und alles nachbrabbelt … das sogar mit der Handycam aufnehmen. Ich hoffe wirklich,  dass die Viecher bald ausverkauft sind. Möglichst in einer Woche bitte, wenn mein Urlaub vorbei ist.
Nicht zum aushalten dieses „süß“!
So was kann man nur Kindern schenken, deren Eltern man abgrundtief Kacke findet.

Samstagssonne

„Ich brauche einen Wäschetrockner“, sprach der Kapitän.
Nicht, dass er keinen hätte, aber diesen braucht er für etwas anderes. Und da wir uns nächste Woche (für Urlaube in die eine oder andere Richtung reicht es nicht) in the middle of Deutschland treffen, war heute die erste und letzte Möglichkeit einen zu besorgen.
Ja, den hätte er auch selbst kaufen können, aber in der Schweiz kosten die pauschal mal das Dreifache. Und die drei Tage, die wir uns nun sehen, möchte ich nicht mit Einkaufen verbringen.
So. Es sollte nun nicht irgendein Wäscheständer sein, sondern so ein Turmdings.
So etwas aber gibt es unserorts nicht. Nur die Normalen.
Also fuhr ich nach Flensburg, in den Förde-Park.
Dabei völlig vergessend, dass Ostern droht naht. Ich wurde daran erinnert. Eindrucksvoll.
Ganz Angeln und halb Dänemark war da.
Ich hasse große Shopping-Center. Oh, wie ich sie hasse. Wenn ich mich durchfragen muss, und mich am Ende doch verlaufe auf der Suche nach dem Objekt der Begierde. Wenn man mir mit Einkaufswägen in die Hacken fährt. Da möchte ich weg- oder wahlweise amoklaufen. Ganz schnell und ganz weit.
Das Ende vom Lied? Ich beschloss ganz sicher niemalsnicht fünfzig Euronen für so ein seltsamens Teil – ja, ich fand einen – auszugeben, und kaufte, was ich auch vor Ort hätte haben können.
Ich belohnte mich selbst mit einem Becher Eis, einem Spaziergang durch den Glücksburger Schlosspark, hielt später für einen weiteren Spaziergang am Wasser, und konnte an verschiedenen Ufern in der Gegend Osterfeuer leuchten sehen.
Ich sah den ersten Schmetterling des Jahres und geriet in den ersten Schwarm Schwirrmücken. Habe mal wieder festgestellt, was für einen tollen Hund ich habe, und liege nun kaputt mit Tee und Keksen vor dem Kamin.


Ich bin dann mal weg. Schöne Ostern euch.

Angeln, so vielfältig schön

Immer, wenn ich irgendwo fahre, und es blau glitzern sehe, ist das wie ein Stich ins Herz. Ich kann mich einfach nicht sattsehen. Es fasst mich immer wieder an, dieser Anblick.


Leben ist leicht wie eine Feder. Immer. Auch wenn es sich manchmal anders anfühlt, weil die Füße in Betonschuhen zu stecken scheinen.

Und dann habe ich heute etwas entdeckt. Wollte ich bisher immer unter den grünen Rasen, in den Wald, oder ins Meer … Dieser Gottesacker auf der Steilküste. Das könnte ich mir vorstellen!

 

Satz des Tages

„Können wir so machen,  aber dann kann ich dir ja nicht die Schuld geben,  wenn was schiefläuft. “
Ahäm …

Außerdem:
In einer Woche ist Ostern;  ich geh dann mal zur Weihnachtsfeier,  die aufgrund von überbordendem Chaos nicht früher stattfinden konnte. Sittsam, mit ohne Männer und mit ohne Alkohol.

Durchatmen

Wunderschöner, weiter Sandstrand. 

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Das Wasser klar, wie aus der Leitung. 

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Der Strandsand so fein abgetrocknet, dass er rieselt.

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Der Hund guckte mich blöd und auffordernd an,  als ich es mir im Sandbett gemütlich machte. 
So schön! 
Müssen auch ein paar andere Leute ähnlich gesehen,  und sich vor mir hier breit gemacht haben.

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Ob das dieselben waren,  die gestern vor mir an der Nordsee waren?

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Man könnte so denken…