Archiv für den Monat Mai 2015

Birth Garden

Ich könnte heute erzählen, wie oft ich mir mit dem Hammer auf den Daumen gehauen habe, und wie der nun aussieht. Oder wie oft mir Worte, wie „verfickte Scheiße“, aus dem Mund fielen. Tue ich aber nicht.

Wir haben hier Erdbebenspatzen. Die sind teilweise so fett, dass alles wackelt, wenn sie hüpfen. Gefiederte Billardkugeln. Die müssen dann auch unten bei den Pfauen fressen, weil die nicht in den Vorgarten passen …

Edit: geile Überschrift. Ich mag die Wortverschlimmbesserung vom Apfel.

Greenie

Der kleine Brotschrank lag zu lange im Laugebad, da half nur noch Farbe …
Leider ist die Bildqualität für’n Murs, aber das kennt man ja von mir.

Nebenwirkungen des Wahns gerade – neben „Körper“ – sind dauerschmutzige Fingernägel.
Dieses Geht-nicht-gibts-nicht, das mir anheim ist, ist aber auch doof. Wenn gerade keiner da ist, um mit anzufassen, schleppe ich schwere Möbel allein treappauf und treppab. Ein Marmoraussatz gestern (geschätzte 40kg plus ein paar), hat dann für sehr frühe Bettruhe gesorgt.
Gibt es eigentlich eine Steigerung zum Ganzkörperschmerz?

Es gibt viele wie mich

Ich schwöre euch, es ist und bleibt hier langweilig. Der letzte Eintrag ging wieder mal um die tierischen Mitbewohner, im heutigen wird es um Trödel gehen.
Ich bin völlig fasziniert davon, wie sehr Trödel Menschen verbinden kann. Ich kaufte neulich diesen „Beichtstuhl“, und die Dame, der ich ihn abkaufte, schickte mich zu einer anderen Dame. Eine Mitsiebzigerin und seit 45 Jahren berufliche Trödeltante mit eigenem Lädchen. Wir fuhren hin, der Kapitän und ich, und es war so etwas wie Liebe auf den ersten Blick. Der Kapitän verzog sich bald mit den Worten „die krieg ich hier so schnell nicht wieder raus …“
So lange war ich dann aber nicht drin, denn es stellte sich schnell raus, dass sie in unmittelbarer Nachbarschaft des Kapitäns ein Ferienhäuschen besitzt, wo wir uns für tags drauf verabredeten. Samstag fahre ich wieder zu ihr. Zusammen mit einer weiteren Trödeldame, die mich aus Hamburg besuchen kommt.
Irgendwie sind da plötzlich überall Menschen wie ich … die mit offenem Mund dastehen, wenn sie altes Emaille sehen, und denen das Herz aussetzt beim Anblick eines schönen alten Tisches. Menschen, die Holz streicheln und mit Möbeln reden.
Ich bin nicht allein! Und das ist ein wirklich beruhigendes Gefühl.

Damit hier Langeweile keinen Auszug hält, freut euch auf den nächsten Eintrag. Es ist Saison, und damit wird ein altes Thema wieder beliebt. Touristen, und warum sie sind, wie sie sind. Oder warum sie nicht sind, wie sie sein sollten.

Allabendliches

Als ich heute von der Arbeit kam, empfing mich der Nachbar. Ein Paket wurde für mich abgegeben. Kurzes Hin-und-her darüber, was ein Paket wohl so schwer machen könnte, wie dieses, dann hörte man auch schon den Hund bellen. Ich drehte mich gen Haustür um, wo dann zwischenzeitlich auch Gaylord stand. Nicht, um mich zu begrüßen, sondern um Futter zu fordern.

Das fing so harmlos an, letztes Jahr. Mittlerweile kennt er keine Angst mehr. Er kommt jeden Abend (in der Norm pünktlich um acht), tapst auf die Terrasse, stellt sich vor die Tür und glotzt rein. Reagiert man nicht auf sein Glotzen, fängt er an zu schreien, bis jemand kommt.

Ist dem Herrn Pfau die Portion nicht sättigend genug gewesen, holt er sich seit einer Woche Nachschlag. Er kommt vor die Terrassentür und glotz. Reagiert man nicht, schreit er eben noch eine Runde. Ist er irgendwann satt, bedankt er sich mit einem letzten Schrei im Gehen und Ruhe ist.

Jaja, wieder nur Pfauengeschichten, aber das ist so herzerwärmend, wie explizit Gaylord uns erzogen hat …

Leben mit Pfau. Toll!

Hatschi

Man ist das wieder eingestaubt hier.
Was ich sagen zuerst sagen will: Ihr seid süß 🙂 wer hier schon länger liest, weiß, dass ich ab und an mal aussteige. Mal hat es einen Hintergrund, mal nicht. Diesmal nicht. Ich war nur lustlos, und mit Krampf bloggen schockt nicht. Dann bin ich auch konsequent und ignoriere wordpress komplett. Ich gelobe Besserung, und melde mich nächstes Mal ab, oder schaue wenigstens mal rein, um Kommentare zu beantworten.
Kurzer Überblick: Neues gibt es nicht wirklich. Die Touries haben wieder Einzug gehalten, der Hund macht weiterhin seine Kackmatzen, der Speicher steht noch, und füllt sich, statt sich zu leeren. Etwas, dass sich ändern muss, aber arbeitstechnisch – also, was den echten Brotverdienst angeht – waren März und April gut gefüllt. Die Pfauen erfreuen unsere Herzen nach wie vor, und auch sonst ist alles beim Alten. Inklusive der Nachbarschaft. Ich lebe, und es geht mir gut … und ich habe zurückgefunden ins Blog.