Archiv für den Monat Januar 2015

Sehr geehrter Petrus

Mir ist durchaus bewusst, dass ich Menschen immer wieder darüber belehre, dass sie kein Recht haben, sich nach dem letzten Sommer über das Wetter zu beschweren. Darum bitte ich Sie hiermit, den Eintrag hier als nichtig zu betrachten, und meine Tapferkeit als Entschuldigung anzunehmen.

Foto
Was Möwen können, kann ich auch! Ätsch!

Ich bedanke mich vorab für Ihre Mühe.
Allerfreundlichste Grüße, Jane Blond.

Adventure for Beginners Part II

Vor vier Tagen schickte ich dem Kapitän ein Foto von einer Anrichte aus den Siebzigern. Ich persönlich mag die Siebziger ja nicht, aber ich richte ja (immer noch) sein und nicht mein Haus ein. Seine Antwort war irgendwas, das andeutete, dass er „haben will“. Was mir schon vorher klar war, und so hatte ich dem Anbieter längst zugesagt gehabt, den Schrank Mittwochabend – also heute – abzuholen.
„Womit?“, fragte der Kapitäm.
„Ähm … mit dem Smart?“
Anbetracht der Größe (160cm x 70cm x 45 cm – zur Erinnerung, der Smart selbst misst nur 250cm in der Länger) bekam ich ein: „Die bekommst du da im Leben nicht rein.“
Ich dachte mir meinen Teil und sagte knapp, dass wir das ja sehen würden.
Um Punkt 18Uhr klingelte ich bei dem Herrn, der mir sein Schränkchen für einen kleinen Obolus überlassen wollte. Er schaute um die Ecke, sah das Wägelchen, schaute mich an, dann auf die in der Garage stehende Anrichte, wieder auf mich, und tat kopfschüttelnd seine Altherrenweisheit kund: „Das wird ja wohl nichts werden!“
Als die Anrichte zehn Minuten später verstaut war, schüttelte der Herr noch heftiger mit dem Kopf: „Ne, sowas hab ich noch nicht erlebt …“
Männer!
I’m the Hero of the Day. Wieder mal.

Doof bleibt doof

Gestern Abend überkam mich ein bestimmtes Gelüste. Mir war nach Milchreis. Gesagt, getan.
Als ich eine Dreiviertelstunde später mit meinem Schüsselchen im Wohnzimmer saß, mir eben Zimtzucker drüber gestreut hatte, den ersten Löffel im Mund hatte, haute ich dem Kapitän, der auch gerade nach dem vermeindlich süßen Gemisch griff, reflexartig auf die Finger, während ich zeitgleich das, was ich im Mund hatte in die Schüssel spuckte.
Klassischer, wie saudoofer Fehler. Man kann noch so viel Zimt nehmen, wenn man ihn mit Salz anrührt, schmeckt es kacke.

Schwanenflug

Die Vielfalt der Tiere ist hier echt riesig. Alles scheint in Angeln überwintern zu wollen. Neben Tausenden von Gänsen (Grau-,Kanada- und Weißwangengänse), rotten sich hier alljährlich die Schwäne zum Überwintern zusammen. Um die 200 – 300 Schwäne, schätze ich mal, sind es wohl. Verteilt auf kleinere Gruppen zu circa sechzig Tieren.
Hinterm Deich ist, wo die großen Federviecher sind.

Wenn ich nun noch rauskriegen würde, wie ich die Bilder von der Kamera bekomme, die nicht auf der Speicherkarte sind, sondern auf der Cam selbst, könnte ich auch noch angeberische (da war es noch hell genug, nicht so düster wie bei den Schwänen) Rehfotos zeigen. Die Rehe scheinen hier keine Angst vor Menschen zu haben, so nah kommt man ran.
Hätte, wäre, wenn …

Pfauennews in traurig

Ich kann mit natürlicher Auslese umgehen. Es gibt nun mal das Gesetz des Stärkeren. Aber wenn Idioten durch eine Siebzigerzone (Durchfahrtsortschaft) mit mehr als hundert Stundenkilometer jagen, und ihr Auto der Stärkere ist …
Nun liegt ein Junghahn mit gebrochenem Genick am Straßenrand.
Ich könnte kotzen.

Dreifaches Autsch

Der Hund hat Rücken, und der Tierarzt damit genau die 65,- Euro mehr, die dem Hundehalterkonto nun fehlen.
Zu den 19,95€, die die Hundewinterjacke im Tierbedarfhandel gekostet hat.
Ich finde Hundekleidung ja doof, wie auch immer angezogene Hunde sehen schlicht kacke aus, aber das Tier scheint es – je älter er wird – nicht mehr so mit schlechtem Wetter zu haben. Nass und kalt, ist gleich Hund am Stock.
Ich hoffe jetzt, dass das gemeinschaftliche Zumaffenmachen wenigstens hilft, und die Jacke vor weiteren Rückleiden schützt.
Wenigstens passt seine Jacke zu meiner Wintermütze.